Bräuche geben dem Leben Rhythmus und heben es aus der Monotonie des Alltags heraus. Durch gemeinschaftliches Handeln und Erleben akzentuieren Bräuche Höhepunkte menschlichen Daseins zwischen Neujahr und Silvester, zwischen Wiege und Bahre. Sie schaffen soziale Bindung, gesellschaftliche Orientierun, regionale Identität. Bräuche haben damit Wert und Sinn. Man braucht sie, sonst gäbe es sie nicht.
Bräuche kommen und gehen, ändern sich und werden neu erfunden. Sie sind also nicht statisch, sondern passen sich permanent veränderten Lebensbedingungen an. Aufgabe der Heimatpflege ist es, Herkunft, Sinn und Wert von Bräuchen bewusst zu machen, aber auch den Blick zu schärfen zur Unterscheidung von Brauch und "Missbrauch".